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Sonntag, 9. August 2009

Russland bereit Georgien erneut anzugreifen

Vor knapp über einem Jahr, am 08. August, drang das georgische Militär in die abtrünnige Provinz Südossetien vor und versuchte dort gewaltsam die Unabhängigkeitsbewegungen zu zerschlagen.

Dies geschah trotz eines Appels der russischen Föderation an Georgien den beiden Provinzen (Abchasien und Südossetien) Achtung, Souveränität und Vertrauen entgegenzubringen und so die territoriale Integrität Georgiens zu legitimieren. Da dies aus russischer Sicht jedoch nicht geschah, griffen Truppen des russischen Heeres Georgien an und konnten fast bis nach Tiflis vorrücken, bevor sie sich zurückzogen.

Diese Situation bewegte Russland auch dazu, die beiden Provinzen in letzter Konsequenz als unabhängige Staaten anzuerkennen.

Nun wurden durch den russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin  Rufe laut eine Rechtsgrundlage für einen neuerlichen Angriff gegen Georgien zu schaffen, da neuerliche Aggressionen durch Georgien gegen die beiden "Staaten" nicht ausgeschlossen werden könnten.


FAZIT

Ich bin immernoch der Meinung das Georgien und Südossetien keine unabhängigen Staaten sein können, solange Russland dem Kosovo dieses Recht weiterhin abspricht, denn das zeugt davon das Russland nicht jedem Staat "gleiches Recht für Alle" zugesteht, sondern seinen Alliierten (Serbien) weit mehr Privilegien einräumt als seinen Gegnern (Georgien). Im Gegenzug müssten natürlich auch die westlichen Staaten vom Blockdenken abrücken und eine Existenzprüfung für die beiden Provinzen/Staaten durchführen.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Russische Luftwaffe sanierungsbedürftig

Die jahrelange Vernachlässigung seiner Luftwaffe hat Russland im Russland-Georgien-Krieg um Südossetien auf die harte Weise zu spüren bekommen, als es realisieren musste das es nicht gegen die Luftabwehr des kleinen Staates ankam.

Grund für diesen Missstand in der russischen Armee ist eine falsche Prioritätensetzung die sich über Jahre hinweg durch die russischen Militärausgaben gezogen hatte. So wurden innerhalb der vergangenen 4 Jahre lediglich 4 neue Flugzeuge für die russische Luftwaffe gefertigt, dazu kamen noch 29 Hubschrauber.

Der Südossetien-Konflikt würde, Expertenmeinungen zufolge, aufzeigen das Russland bis 2015 mindestens 18 bis 24 neue Bomber braucht die geeignet sind Luftabwehrgeschütze außer Gefecht zu setzen. Zudem werden unter höchster Dringlichkeit 100 Kampfhubschrauber sowie 200 Transporthubschrauber benötigt.

FAZIT

Das Russlands Heer nicht gerade in guter Verfassung ist dürfte inzwischen Jedem klar sein. Dennoch denke ich das man Russland nicht als zweite Supermacht hinter den USA abschreiben darf, denn nachdem die Folgen der UDSSR-Zeit überwunden sind geht es mit Russland wieder bergauf. Sollten eines Tages wieder so astronomische Rohstoffpreise anfallen wie letztes Jahr zu dieser Zeit, dann wird sich das meiner Meinung nach auch direkt auf die Schlagkraft der russischen Armee auswirken.

Samstag, 27. Juni 2009

Russland verhandelt wieder mit der NATO

Als Russland mit seinem Militär auf georgisches Territorium vordrang um georgische Aggressionen gegen Südossetien zu beenden, die aus Georgiens Bestreben nach dem Festhalten seiner Einflusssphären entstanden,  fror die NATO die diplomatischen Beziehungen zur Supermacht aus Protest ein.

Die 28 NATO-Staaten wollen jetzt jedoch wieder die militärische Zusammenarbeit mit Russland intensivieren, wobei einige wenig strittige Punkte wie der Kampf gegen Piraten im Golf von Aden und im Indischen Ozean sowie um die Terrorbekämpfung durch Marineeinsätze im Mittelmeer und die Versorgung der NATO-Truppen in Afghanistan beschlossen werden dürften.

Strittige Themen sind beispielsweise der Einsatz der NATO in Georgien, das von den USA geplante Raketenschild in Osteuropa und der Ausstieg Russlands aus dem Vertrag über konventionelle Streitkräfte in Europa.

Montag, 15. Juni 2009

Georgische Polizei schlägt Demonstration nieder

Seit Anfang April wird in der georgischen Hauptstadt Tiflis für den Rücktritt des Präsidenten Michail Saakaschwili demonstriert, der von den Demonstranten für den Verursacher des Russland-Georgien-Krieges gesehen wird. Saakschawili, der als Führer der Rosenrevolution 2003 im Januar 2004 mit großer Mehrheit zum Präsidenten gewählt wurden war, weißt die Vorwürfe der Demonstranten von sich und verweigert den Rücktritt.

Im Verlauf des Krieges hatten die beiden Provinzen Südossetien und Abchasien die international umstrittene  Unabhängigkeit vom georgischem Staat erreicht.

Nun kam es vor der Haftanstalt in Tiflis, vor der es erst letzten Monat einen Zwischenfall gekommen war, erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten. Im Verlaufe der Auseinandersetzung wurden mehrere Dutzend Demonstranten von Polizisten mit Schlagstöcken niedergeschlagen. Zwanzig Demonstranten wurden verhaftet. Zusätzlich wurden die Kameras der beteiligten Journalisten beschlagnahmt. 

Offiziell spricht die Regierung von einem "kleinen Streit" in dessen Verlauf es keine Verletzen gab.